Gisela Mueller

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VER/ORTEN
Performance und Installation

Texte und Performance: Gisela Müller
Videoprojektion: Judith Egger (60 minuten)
Nomadenkissen: Beatrice Oettinger
Stimme im Zelt: Ruth Geiersberger
Sound: Annegret Arnold

2004 lud mich die Künstlerin Judith Egger ein, zusammen mit verschiedenen Musikern und Musikerinnen an ihrem Projekt Nomadenlager mitzuwirken. Da ich mich in meinen Texten und Aktionen immer wieder mit den Themen Heimat und Identität beschäftige, nahm ich die Einladung gerne an. Heimat und Nomadentum - das sind für mich zwei Seiten derselben Medaille. Bei aller Mobilität und Flexibilität, die uns die moderne Gesellschaft ständig abverlangt suchen wir nach Fixpunkten und Verbindlichkeiten im Leben. Fernsehen und Medien bringen uns täglich die ganze Welt ins Haus, per Fingerdruck zappen wir und klicken wir uns von einem Ort zum nächsten. Wir sind - im übertragenen Sinne - Nomaden geworden.
In der in Lindau gezeigten Performance und Installation habe ich die Idee des Nomadisierens erneut aufgegriffen und sie in Beziehung zum "sesshaft werden" gesetzt. An die Besucherinnen und Besucher des Museums ergeht die Aufforderung, Platz zu nehmen, einen Moment lang sesshaft zu werden und (da)zu zu(ge)hören.

Für die Umsetzung habe ich nun meinerseits Künstlerinnen eingeladen, sich mit mir zu "verorten". So trägt auch die Arbeit selbst nomadische Züge. Zu sehen sind die Spuren von vergangenen und vielleicht zukünftigen Projekten: Das Video von Judith Egger (für alles, was im Fluß ist), die Kissen von Beatrice Oettinger (die mehr als zwei Seiten haben), die Stimme der Schauspielerin Ruth Geiersberger, die Soundbearbeitung von Annegret Arnold.

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- Schwäbische Zeitung, 02.07.05 (Word-Dokument)

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punkt  Foto: Beatrice Oettinger