Gisela Mueller

Illustration

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schlampe
(ehemals www.schlampe.de)

schlampe war ein mehrjähriges Internet-Experiment, eine Exploration der Schnittstelle online-offline und der kommunikativen Kraft des digitalen Mediums. Texte und Bilder. Nahaufnahmen eines Zeitgeschehens, ortsgebunden. schlampe existierte ausschließlich im und durch das Internet. 2004 wurde das Experiment beendet und die Domain von der ostdeutschen Erotikindustrie angekauft.

An der Projektgruppe schlampe waren verschiedene Personen beteiligt, deren Namen nicht genannt werden als Kommentar zu den Gepflogenheiten des heutigen Kunst- und Kulturbetriebs sowie des Internets. Im Zeitalter digitaler Medien und globaler Vernetzung sind Alleinstellungsmerkmale wie Autorschaft, Originalität, Identität fragwürdig geworden. Anonymität ist daher ein Luxus, den sich selten ein/e Kuunstschaffende/r leisten kann oder will, den andererseits die elektronische Spurensicherung heute kaum noch erlaubt. Wer einmal sein Schaffen ins Netz verlegt hat, ist dort leicht zu finden!

schlampe tauchte erstmals im Sommer 1999 im Rahmen des interkulturellen Festivals "Wahlverwandtschaften / Kulturmeile Goethestrasse '99" in München in Erscheinung.

walk local, write global
Die Sichtweisen von schlampe sind erklärtermaßen subjektiv, spontan, widersprüchlich, weiblich. schlampe möchte den Hype des Virtuellen trüben und die Zweierbeziehung Mensch-Maschine aufbrechen. Über den Computerbildschirm hinaus und durch ihn hindurch greift schlampe auf reale Gegebenheiten und Befindlichkeiten zu, nennt sie beim Namen, verwickelt sie in einen intimen Dialog.

- Informationen zu Projekten und Projektbeteiligungen
- letztes Projekt von schlampe: 2002 LEi/iEBESÜBUNGEN
- zur schlampe-Dokusite

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punkt  Illustration: Judith Egger, www.judithegger.com